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Höckerschwan                            

Höckerschwäne sind die häufigsten und am weitesten verbreiteten Schwäne. Sie nisten an Gewässern aller Art, oft in direkter Nähe des Menschen.

Doch die heutige Verbreitung des Höckerschwans ist auf erfolgreiche Einbürgerungsversuche in allen mitteleuropäischen Ländern zurückzuführen. Schon im 16. Jahrhundert begann man damit, den majestätischen Vogel an Seen, Teichen und in Parks auszusetzen. Aber erst im 20. Jahrhundert nahmen die Schwäne im Bestand deutlich zu.

Als Wildvogel brütet der Höckerschwan an den Seen des Polnisch-Norddeutschen Tieflandes, wobei er von Westen nach Osten immer häufiger wird. Heute ist es unmöglich, zwischen echten Wildvögeln und den Nachkommen ausgesetzter Schwäne zu unterscheiden und außerhalb der oben genannten Gebiete leben heute wohl durchweg verwilderte Nachkommen eingesetzter Parkschwäne.

Mit einem Gewicht von 8 - 12 kg gehören Höckerschwäne zu den schwersten flugfähigen Vögel. Im Schwimmen stellt der Schwan seine Flügel oft mehr oder weniger stark wie Segel auf. Seinen Hals biegt er S - förmig, den Schnabel richtet er dabei abwärts.

Alte Schwäne haben einen orangefarbenen Schnabel mit schwarzem Höcker. Dieser Höcker ist bei den Männchen größer als bei den Weibchen und brachte dem Vogel seinen Namen ein.

Vor brütenden Schwänen sollte man sich in Acht nehmen, denn sie sind Menschen und besonders Artgenossen gegenüber sehr aggressiv. Im Durchschnitt legen die Schwäne sechs Eier, die sie 35 - 36 Tage bebrüten. Mit etwa viereinhalb Monaten sind die Jungen flugfähig; meist ist das Mitte bis Ende September. Die Jungen verbleiben aber mit den Eltern im Familienverband, bis sie am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühlings vom alten Männchen vertrieben werden.

Im Winter kann man bei uns an Seen und Flüssen auch bisweilen gelbschnäbelige Schwäne beobachten Es sind Sing- und Zwergschwäne, die aus dem Norden Europas stammen.